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SPÖ/Broukal/Bildung/Schule
Broukal zu Neue Mittelschule: Soll für alle Kinder Verbesserungen bringen
Utl.: Weniger Sitzenbleiben bringt Einsparungen an Geld und Lebenszeit =
Wien (SK) "Die Einigung über die Modellregionen ist ein wichtiger erster Schritt zu einem besseren Bildungssystem. Nun müssen die neuen Strukturen mit Leben erfüllt werden. Ziel muss sein, dass die Neue Mittelschule besser ist als AHS und Hauptschule, dass sie für alle Kinder Vorteile bringt", so SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal am Dienstag. Wesentlich dazu ist auch das Engagement der LehrerInnen. "Ich bin überzeugt, dass es genügend LehrerInnen gibt, die dabei sein wollen, eine neue Schulform auszuprobieren und eine neue Lernkultur zu entwickeln", so Broukal. ****
Ein Ziel der Neuen Mittelschule müsse sein, das Sitzenbleiben zurückzudrängen. "Wie sinnvoll ist es, dass jemand 12 Gegenstände noch einmal lernen muss, weil er in zwei Gegenständen mit Nicht Genügend abschließt?" Dieses Sitzenbleiben durch gezielte individuelle Förderung einzuschränken spare "Geld, Lebenszeit und reduziert den Schulfrust bei Eltern und Kindern". Sitzenbleiben koste derzeit rund 600 Mio. Euro im Jahr – 300 Mio. den Staat, weil Kinder länger in der Schule sind und länger Familienbeihilfe beziehen; 300 Mio. die Eltern, informierte Broukal. (Schluss) ah
Zugangsbeschränkungen
Zugangsbeschränkungen werden in zwei Fächern aufgehoben – Broukal begrüßt "Lösung mit Augenmaß" =
Wien (SK) Die Zugangsbeschränkungen an den Universitäten werden in den Studienfächern Pharmazie und Biologie aufgehoben; darauf haben sich SPÖ und ÖVP heute geeinigt. SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal lobte in einer ersten Reaktion die Einigung als "Lösung mit Augenmaß, die der ÖVP gezeigt hat, dass für die SPÖ der Ausbau der Universitäten ein wirkliches Anliegen ist". Denn in BWL, Publizistik und Psychologie werden jene Universitäten, die in den letzten Jahren ihre Studienplätze nicht um mindestens zehn Prozent erhöht haben, "eindringlich aufgefordert dies zu tun", so Broukal am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****
Dass es in Biologie und Pharmazie künftig keine Zulassungsbeschränkungen mehr gibt, ist für Broukal ein wichtiges Signal: "Wir leben im Zeitalter der life sciences. Gerade für solche Zukunftsfächer müssen wir Studierende gewinnen und nicht vom Studium abhalten", so Broukal.
Aufrecht bleiben die Zugangsbeschränkungen in den drei medizinischen Fächern Human-, Zahn- und Veterinärmedizin. "Hier müssen die Beschränkungen leider so lange bleiben, bis der Streit mit der EU-Kommission um die unbeschränkte Zulassung ausländischer Studierender gelöst ist", so Broukal. Für die SPÖ geht es aber um auch um grundsätzliche Verbesserungen für die Hochschulen. "Eine wirklich große Lösung der universitären Probleme werden wir in den kommenden Monaten in Verhandlungen mit der ÖVP angehen. Wir wollen die teilweise bestehende Uni-Misere ein für allemal hinter uns lassen und für die Studierenden und Lehrenden Bedingungen schaffen, unter denen sie bessere Arbeit leisten können", so der SPÖ-Wissenschaftssprecher abschließend. (Schluss) ah